1:0 - mitten ins Herz

S'Eis
Matchbericht

1:0 - mitten ins Herz

10.5.2026
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Lang lang ist's her ... 2:3 gegen Embrach, 0:3 gegen Oberwinterthur, 1:2 gegen Tössfeld, 4:5 gegen Effretikon, 0:3 beim FC Töss. Trotz drei Testspielsiegen in der Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde kassierte Wislig fünf Niederlagen, modern ausgedrückt "five in a row". Wirkliche Abstiegsgefahr drohte nicht, denn Schlusslicht Kollbrunn-Rikon hat in 15 Matches keinen einzigen Punkt ergattert. Trotzdem glich die Saisonbilanz aus 3 Siegen aus 16 Partien ernüchternd bis demütigend.

Der Gegner SC Veltheim hat immerhin 4 Siege und 4 Unentschieden geholt. Und über weite Strecken der Partie auf der Mettlen war nicht erkennbar, weshalb. Hatte die Truppe von Robin Inglin einfach nur einen schlechten Tag? Oder hatte Wislig endlich einmal das Glück des Tüchtigen? Beides.

In Halbzeit 1 eroberte Wislig mit hohem Pressing mehrmals den Ball; die konsternierten Veltheimer vereitelten mit Müh' und Not einen schnellen Wisliger Treffer. Nach einer halben Stunde kassierte Captain Gade die gelbe Karte, nachdem er einen Gegenspieler am Arm gezogen und kurz zuvor ein Handspiel im gegnerischen Zweikampf moniert hatte. Die zwei Aktionen zeigten Wirkung: Veltheim nutzte die Unterbrüche, um sich zu sortieren, und Wislig benötigte eine Viertelstunde, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Arlind Berisha hatte mit seinem Schuss aufs hohe lange Eck Pech; insgesamt jedoch verlief die Partie je länger je ausgeglichener.

In der Schlussviertelstunde bettelte Wislig gar um einen Gegentreffer, aber Goalie Arnet Novoberdalia parierte drei "Hundertprozentige" und avancierte zum "Man of the Match". Dazu waren die Feuerwehrmänner (Innenverteidiger) Timon Zeindler und Yannik Riederer Retter in höchster Not. Als Veltheim zu zehnt (nach roter Karte, 85') die letzte Grosschance vergab, kam es, wie es kommen musste: Ein "unnötiges" Handspiel vom SCV bescherte dem FC Wislig zwei Freistösse - einen von rechts am 16er-Eck und wenig später ein weiterer aus 22m Torentfernung halblinks. So wurde Drilon Hoxha in der 95. Minute zum Held. Jabbadabbaduuuu - 1:0 für Wislig. Nicht unverdient und in Anbetracht der knappen Niederlagen zuletzt eher "ausgleichende Gerechtigkeit".

Trotzdem muss Wislig Stabilität finden. Denn der heutige Auftritt macht zwar Mut und ist dank des Last-Minute-Erfolges ein ganz wichtiger Impuls. Doch um in den vier noch ausstehenden Partien in Kollbrunn (am nächsten Sonntag, 11.15 Uhr), dann gegen Kempttal, in Neftenbach und daheim gegen Seuzach zu bestehen, braucht es eine kompakte Leistung des Team Wislig. Herkunft (ob Turbenthal, Kolli oder sonstwo) - egal. Status, Können – egal. Wer für Wislig siegen will, muss Wisliger sein.

Für die Zuschauer (heute 74) und die zahlreichen Helfer an jedem Spieltag (mindestens 8), die 13 Niederlagen miterlebt haben. Wäre es ein versöhnliches Saisonende, wenn Wislig nun den Tabellenletzten besiegt  und in den weiteren drei Partien wenigstens zweimal punktet. Dem Team wäre die Unterstützung zum Saisonstart 26/27 gewiss.

FCW: Novoberdaliu - Riederer, Hoxha, Zeindler - Kirschke, Belser, Kihm, Prosdocimo - Berisha - Nohl, Gade (Ersatz: Quazimi, Zekiri, Zeka, Letaief, Uruqi, Schönmann, Thalmann - alle eingesetzt).

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